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HEILSCHLAMM – natÜrLICHER HEILFAKTOR AUS DER NATUR
 
Heilschlamm
 
 
In unserem Sanatorium wird für die Behandlung Torfschlamm verwendet, der im Abbauort Jovaišių gewonnen wird, welcher dem Sanatorium “Eglė” gehört. Torf ist ein Produkt der lange dauernden Zersetzung von pflanzlichen Organismen (beinahe unter Ausschluss von Sauerstoff).
Es gibt verschiedene Hypothesen, die den Mechanismus der Wirkung von Heiltorf erklären. Heute glaubt man, dass Schlammbehandlungen komplizierte Reflexreaktionen auslösen, indem sie durch mechanische, thermische, chemische, Schmerz- und andere Rezeptoren der Haut einwirken. Zuerst wirken trophische Reflexe (Gewebeversorgung). Biologisch aktive Wirkstoffe entfalten sich in der Haut, dadurch fängt die Reaktion von allen Organismussystemen an.
Man unterscheidet drei Phasen bei der Behandlung mit Heilschlamm. Die erste ist die äußerliche Reflexphase, in deren Verlauf die Energie des Schlamms auf die Rezeptoren der Haut einwirkt, durch die das zentrale Nervensystem beeinflusst wird. Als Antwort darauf fängt die zweite, neurochemische Phase an. Wie vorhin bereits erwähnt, entfalten sich biologisch aktive Wirkstoffe, die im Blut zirkulieren und somit stimulierend auf das Nervensystem wirken. Die dritte Phase – die Gegenwirkung – dauert am längsten (ab 2 bis 24 Stunden und länger).
Infolge der durch Schlammanwendungen hervorgerufenen Wirkungen im Organismus normalisieren sich verschiedene Funktionen, verbessert sich der Blutkreislauf in Geweben und Organen, die Versorgung, erhöht sich die Aufnahme von Sauerstoff, wird die Tätigkeit der Drüsen der Innensekretion aktiviert, besonders, wenn sie unzulänglich war und verbessert sich die Beseitigung von Produkten verschiedener Entzündungsprozesse. Demzufolge kommen Schmerz mildernde, als Gegenentzündung wirkende Effekte zum Ausdruck, aktivieren sich Schutz- und Anpassungsmechanismen eines Organismus u. a.
 
Es werden folgende Heilschlamm-Behandlungen im Sanatorium “Eglė” angeboten:
v                                           Schlammanwendungen
v                                           Schlammbäder
v                                           Gynäkologische und rektale Schlammtampons
v                                           Anwendungen für das Zahnfleisch
v                                           Stromschlamm
 
Heilschlamm wird in folgenden Fällen empfohlen: Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Bewegungs-Stützapparat (Wirbelsäule, Knochen, Gelenke, Muskeln, Bänder u. a.), Erkrankungen des Nervensystems, Erkrankungen des Verdauungssystems, Erkrankungen der peripheren Kapillaren, Traumata, als Folge eintretende Erscheinungen nach Verbrennungen, Erfrierungen und ORL-Krankheiten (Hals-Nasen-Ohren).
 
Heilschlamm wird in folgenden Fällen nicht empfohlen: akutes und in vielen Fällen auch halbakutes Stadium einer Erkrankung, Temperaturanstieg verschiedenen Ursprungs, aktive Tuberkulose, Herzunzulänglichkeit, bösartige Tumore, sich wiederholende Blutungen aus inneren Organen, Schwangerschaft.
 
Die Verordnung und Dosierung des Heilschlamms erfolgt unter Berücksichtigung Ihres gesundheitlichen Zustands durch den behandelnden Arzt.
Gaumina